Das auffallendste Merkmal ist die aufgerollte Schale, deren Innenraum gekammert ist. Die Kammern sind durch Zwischenwände (Septen) voneinander getrennt. Zentral durch diese Kammern führt ein so genannter Siphunculus (auch Sipho), der die Kammern mit Gas versorgt und so eine Regulation des Auftriebs ermöglicht.
Die Oberflächenfärbung der Schale macht das Tier im Wasser nahezu unsichtbar. Von oben gesehen ist die Färbung dunkel und mit unregelmäßigen Streifen durchsetzt, die das Tier in das Dunkel des tiefen Wassers unter ihm einblendet. Im Gegensatz dazu ist die Unterseite fast vollständig weiß gefärbt und lässt sich somit kaum vom helleren Wasser nahe der Meeresoberfläche unterscheiden.
Die Form der Nautilusschale stellt eine perfektesten Beispiele einer natürlichen
logarithmischen Spirale dar. (Fälschlicherweise wird seine Form manchmal auch als goldene Spirale bezeichnet.)
Perlboote besitzen weit mehr Tentakeln oder Cirren als alle anderen Kopffüßer. Die Männchen besitzen dabei etwa 60, die Weibchen 90 Fangarme. Sie sind kranzförmig am Kopf befestigt und umstehen die Mundöffnung. Anders als etwa bei Kalmaren sind die Tentakeln nicht mit Saugnäpfen versehen, um Beute festzuhalten; die Tentakeln sondern ein klebriges Sekret ab.
Nautilus Pompilius ist der grösste Vertreter dieser Art. In West-Australien können sie einen Durchmesser von bis zu 26,8 cm errreichen, wobei die meisten Nautiliden nicht grösser als 20 cm werden. Nautilus Macromphalus ist der kleinste Vertreter, dessen Durchmesser normalerweise lediglich bis zu 16 cm misst.
Tarrierung und Bewegung
Um sich fortzubewegen, lässt die Nautilus Wasser durch das Hyponom in die äussere Kammer einströmen und bedient sich dadurch einer Art Düsenantrieb..
Wenn Wasser sich in der Kammer befindet, entzieht ihm das s.g. Siphuncel Salz, welches ins Blut der Nautilus diffundiert.
Um seine Tarrierung zu kontrollieren leitet das Tier durch osmotisches pumpen Gas oder Flüssigkeit in die Camerae entlang des Siphuncels.
Diese Art der Tarrierungskontrolle limitiert die Nautilus in seinem Lebensraum, da sie unter extrem hohem hydrostaischem Druck nicht funktionfähig ist.
Gewöhnlich halten sich die Tiere in Tiefen von etwa 300 Metern auf, sie können bis zu 650 Meter tief tauchen und kommen nachts zur Eiablage in flachere Gewässer bis zu einer Tiefe von 100 Metern. Das Gehäuse kann einem Umgebungsdruck bis zu einer Tiefe von 800 m standhalten.
Ernährung und Sinnesorgane
Sie ernähren sich als nächtliche Räuber vor allem von kleinen Krebsen, aber auch von Aas und selten von kleinen Fischen. Tagsüber verstecken sich die Tiere in der Regel.
Da die Nautilus für Schwimmbewegung nur einen sehr geringen Energiebedarf hat, erfolgt eine Nahrungsaufnahme lediglich einmal pro Monat.
Im Gegensatz zu anderen Kopffüssern, deren Sehvermögen normalerweise hoch entwickelt ist, hat die Nautilus eine stark eingeschränkte optische Wahrnehmung, auf grund einer unzulänglich entwickelten Lochlinse, durch die Wasser ins Auge eindringen kann. Es wird vermutet, dass das Tier wegen des geringen optischen Wahrnehmungsvermögens seinen Geruchssinn verwendet, um passende Geschlechtspartner zur Fortpflanzung zu finden.
Fortpflanzung und Lebensdauer
Die Nautiliden gelten als geschlechtsdimorph. Die Männchen haben vier Tentakel, die sie zu einem Organ umformen, dem Spadix, das während der Paarung Sperma in den s.g. Mantel des Weibchens einströmen lässt. Nautiliden vermehren sich durch Eiablage.
Weibchen legen die befruchteten Eier im Flachwasser an Felsen ab, wo sie in acht bis zwölf Monaten zu 30 mm grossen Jungtieren heranreifen. Die Lebendauer einer Nautilus beträgt bis zu 20 Jahren, was für Kopffüsser ein aussergewöhnlich hohes Alter bedeutet.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Nautilus
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